Lexikon
| Begriff | Definition |
|---|---|
| Pre-Master |
Enthält die endgültige Version der Daten und wird als Kopiervorlage für die Produktion verwendet. |
| Premastering |
Premastering bezeichnet den letzten Arbeitsschritt vor der Erstellung eines Glasmasters zur Vervielfältigung von CDs oder DVDs, das Erstellen eines endgültigen Premasters. Dieser Vorgang, oft auch nur Mastering genannt, kann je nach Format der CD/DVD sehr unterschiedlich ausfallen. Der übliche Standard ist hier der Red- bzw. Yellow-Book-Standard. |
| Presswerk |
Ein DVD-Presswerk oder CD-Presswerk ist eine industrielle Anlage zur Serienherstellung von optischen Datenträgern. Die Fertigung erfolgt hierbei im Spritzgussverfahren, wobei flüssiges Polycarbonat über eine Hochdruckpresse in eine Form gespritzt wird, die den zuvor im Rahmen des Masterings erstellten Stamper als Matrize verwendet. Anschließend werden die optischen Datenträger mit einer Aluminiumschicht überzogen (besputtert bzw. metallisiert) und mit einer Lackschicht versiegelt, die unter UV-Licht getrocknet wird. Die Datenträger sind danach bereit zum Bedrucken und wiedergabefähig. |
| Proof |
Bezeichnet die vorweggenommene Simulation eines Druckergebnisses, in ausgedruckter Papierform. Ein farbverbindlicher Proof soll das Druckergebnis hinsichtlich Farbigkeit nahezu voraussagen. Wann ein solcher Proof farbverbindlich ist, regeln der Medienstandard Druck und die ISO 12647-7. Neben einem Halbton-Proof, bei dem Rasterverfahren zum Einsatz kommen, wie sie vom Hersteller des Druckertreibers zur Verfügung gestellt werden, können auch Raster-Proofs erzeugt werden, die das später im Druck verwendete Raster simulieren. Heute werden zur Erstellung von Proofs fast ausschließlich Tintenstrahldrucker eingesetzt, die über RIPs mit eingebautem Farbmanagementsystem angesteuert werden. |
| Red Book |
Das Red Book enthält die technische Spezifikation der Compact Disc Digital Audio (CDDA, Audio-CD) und wurde von Philips und Sony 1980 festgelegt. Er beschreibt als erster CD-Standard die physikalische Aufteilung (Blöcke, Rahmen mit 24 Byte Kapazität, etc.), den Fehlerkorrekturmechanismus und das Kodierungsverfahren. CDs nach diesem Standard speichern Stereo-Audiodaten mit 16 Bit Auflösung und einer Abtastrate von 44,1 kHz. Eine CD nach Red Book-Standard darf maximal 99 Tracks (Titel) enthalten. Jeder Track muss mindestens vier Sekunden lang sein. |
| Regionalcode |
Mit dem Regionalcode, der exakt Regional Playback Control (RPC) heißt, sollte verhindert werden, dass z. B. ein DVD-Video aus den USA auf einem europäischen Gerät abspielbar ist. Eine DVD-Video mit eindeutig gesetzten Regionalcodes kann normalerweise nur von einem DVD-Spieler gelesen werden, der auf einen dieser Regionalcodes eingestellt ist. |
| Shape CD |
Eine Shape-CD (auch Shape Disc oder ShapeCD) ist eine CD, deren Konturen von der üblichen Kreisform abweichen. Sie kann individuell nach deinen Wünschen geschnitte werden. Eine Shape Disc kann wie eine normale CD Audio-, Video- oder andere Dateien enthalten, jedoch ist die Datenmenge begrenzt, da ein großer Teil der beschreibbaren Fläche der CD herausgeschnitten wird. Erscheinungsformen der Shape CD sind zum Beispiel:
Die Formgebung einer Shape-CD/DVD sollte möglichst ausgewogen, symmetrisch und mit dem Flächenschwerpunkt in der Mitte aufgebaut sein. Dadurch wird eine optimale Laufeigenschaft erreicht. Jede Shape-CD/DVD braucht einen Konturmaster, der anzeigt, welche Kontur das Design haben muss, um in den gängigen CD/DVD-Playern lauffähig zu sein. Durch die besondere Form der CD/DVD sind die Shape-CDs nicht in allen Laufwerken verwendbar. Der Hauptgrund dafür sind die Unwuchten, die durch die unrunde Form asymmetrischer Shape-CDs entstehen. Sie können bei höheren Geschwindigkeiten dazu führen, dass das Laufwerk beschädigt wird. Diese Beschädigung kann durch einen Adapter verhindert werden, der zum Beispiel auch bei Slot-In-Laufwerken notwendig ist. Aus diesem Grund tragen die meisten Shape Discs eine Aufschrift, die davor warnt, den Datenträger in Autoradios oder CD-Wechslern zu benutzen. |
| Siebdruck |
Siebdruck ist das geeignete Verfahren, wenn das Motiv nur aus Text bzw. Vektorgrafiken (Vollflächen) besteht. Im Siebdruck können bis zu 6 Farben standgenau gedruckt werden. Schmuckfarben sind möglich. Verwendet werden HKS-K und Pantone-C. Der Tonwertumfang erstreckt sich von min. 15% bis max. 85% |
| Soft-Proof |
Ein Soft-Proof ist die Darstellung der Druckdaten am Computerbildschirm im PDF-Format. |
| Sonderfarben |
Eine Sonderfarbe, auch Schmuckfarbe oder Spotcolour genannt, ist eine zusätzlich zu den Grundfarben verwendete Druckfarbe beim Mehrfarbdruck. Der Begriff umfasst Volltonfarben für zusätzlichen Farbtiefenumfang ebenso wie Effektfarben.
Durch den Einsatz von Schmuckfarben ist es auch möglich, Farben zu drucken, die außerhalb des beim Vierfarbdruck möglichen Farbbereichs liegen. Die Schmuckfarbe, als Druckfarbe, die spezielle optische , „schmückende“ Eigenschaften hat, wird als eigener, „gesonderter“ Druckgang gedruckt. Bei den heute üblichen 4-Farbmaschinen, die alle vier Prozessfarben in einem Arbeitsgang drucken, erfordert die Sonderfarbe einen gesonderten Druckgang, was zu mitunter nicht unerheblichen Mehrkosten führen kann, da eine 4-Farbmaschine dann doppelt solange für diesen 5-farbigen Job belegt ist, oder zwei getrennte Druckwerke im Seriendruck notwendig sind. Beim Labeldruck zählt eine Sonderfarbe wie jede andere Farbe auch und kostet somit auch nicht mehr als eine Farbe aus CMYK. Gebräuchliche Schmuckfarbenpaletten für die Druckendstufe sind HKS- (hochgesättigte Farben wie HKS 61 oder 84, oder deckend HKS 88K) und Pantone-Fächer (z. B. 801-814C, 871-877C für Effektfarben) |
| Stamper | |
| Tampondruck |
Der Tampondruck ist auf Grund seiner Flexibilität für unsere Blechdosen hervorragend geeignet. Für den Tampon verwenden wir hochwertige Silikonkautschuke. Durch die hohe Elastizität des Kautschuks stellen kleine Unebenheiten und Poren keine Minderung des Drucks dar. Durch den Einsatz von Maschinen der neuesten Generation erreichen wir eine sehr hohe Auflösung im Gegensatz zu anderen Druckverfahren. Ein weiterer Vorteil des Tampondrucks ist seine hohe Abriebsbeständigkeit. Durch die schnelle Trocknung können aufwändige "Farbe in Farbe" Grafiken gedruckt werden. |
| Thermoretransferdruck |
Der Begriff Thermoretransferdruck (Zusammensetzung aus: Thermo für „Wärme“, re für „zurück“ und Transfer für „Übertragung“) bezeichnet die vierfarbige Weiterentwicklung des einfarbigen Thermotransferdrucks. Der Thermoretransferdruck dient vor allem der Bedruckung von CD- und DVD-Rohlingen unter Verwendung eines speziellen Druckers. Durch Erwärmung des Druckkopfes wird die Farbe im Thermotransferdruck von einem Farbband („Ribbon“) abgelöst und auf ein spezielles Übertragungsband (Retransferband) übertragen. Von diesem Retransferband wird dann eine Folie auf die CD beziehungsweise DVD aufgeschmolzen. Durch diese Zwischenübertragung ist eine hohe Auflösung möglich, und der Druck kann in Vollfläche erfolgen. Die Bedruckung kann vor oder nach dem Brennen der CD/DVD erfolgen. Es werden spezielle Rohlinge benötigt. |
| Vinyl Optik |
CD in kultiger Vinyl Optik mit Qualität und den Bedienungskomfort einer CD Die CD wird schwarz eingefärbt, so dass auch die "Unterseite" schwarz ist. Durch einen Struckturlack wird der Vinyleffekt erzeugt. Das Datenvolumen entspricht unserer normalen 12cm CD. |
| Yellow Book |
Das Yellow Book ist der 1985 definierte Standard für Daten-CDs (CD-ROM) und eine Erweiterung des Red Books. Es ist betriebssystemunabhängig |

