Lexikon
| Begriff | Definition |
|---|---|
| Labelcode |
Leistungsschutzrechte / GVL Auch Hersteller und Interpreten haben Rechte an den von Ihnen festgelegten (interpretierten) Werken. Diese Rechte werden, im Falle der (kostenlosen) Mitgliedschaft, durch die GVL wahrgenommen. So schüttet die GVL z.B. für die (mögliche) Zweitauswertung von Einspielungen ca. 30 - 35% der nachgewiesenen Honorare zusätzlich an den Musiker aus. Eine weitere Zweitauswertung der Interpretenrechte, das Senderecht, rechnet die GVL mit dem sog. Label ab. Zur EDV-gerechten Erfassung der Sendeminuten vergibt die GVL einen Labelcode. z.B. Psycho-Sound Records = LC-01841 Sollen also Tonträger z.B. vom Rundfunk gesendet werden, gilt durch den Aufdruck des Labelcodes das Senderecht als erteilt. Die Rundfunkanstalt wird in Ihrem Sendebericht den Labelcode zur Verrechnung mit der GVL benutzen. Was ist nun für den Auftraggeber einer Vervielfältigung von Tonträgern zu beachten? a.) Besitzen Sie ein eigenes Label, verwenden Sie natürlich Ihren eigenen Labelcode (die Anmeldung eines Labels kann leider erst nach der Veröffentlichung der ersten Produktion beantragt werden, die dann jedoch keinen Labelcode tragen kann). b.) Sollten Sie nicht auf ein eigenes Label zurückgreifen können, stellt Ihnen IDN kostenfrei den Labelcode 01841 für die bei uns hergestellten Tonträger zur Verfügung. In diesem Fall übernimmt IDN auch die(Pflicht-) Bemusterung des Deutschen Musik- und des Rundfunkarchivs mit 3 Exemplaren des Tonträgers. Für dieses Verfahren ist es unerläßlich, die Leistungsschutzrechte für die mit unserem Labelcode versehenen Tonträger, auf Psycho-Sound Records zu übertragen (denn genau das besagt der Labelcode). Da eine eventuelle Ausschüttung der GVL (ca. 1,60 €/Sendeminute) an das Label nicht nach Interpreten oder Titeln aufgeschlüsselt wird, ist eine Auskehrung an den Auftraggeber nicht möglich und bleibt daher Eigentum von Psycho-Sound Records. c.) Wenn Sie sich entschließen, Rundfunkanstalten mit Ihren Tonträgern ohne Labelcode zu bemustern, sollten Sie jeweils einen Sendevertrag abschließen bzw. eine Sendefreigabe beilegen. Achtung! Die Verwendung eines Labelcodes garantiert nicht die Sendung in Rundfunk oder TV, erleichtert aber den entsprechenden Redakteuren die Durchführung und Abrechnung und ist somit praktisch ein Muss. |
| Labeldruck |
Wir unterscheiden zwischen 1-6 farbigen Aufdruck, dem so genannten Labeldruck. Eine weitere Unterscheidung liegt im Druckverfahren. Das Label wird entweder im Offsetdruckverfahren gedruckt oder im Siebdruck. Die Verwendung des Druckverfahrens ist Abhängig vom Druckbild. Meistens empfiehlt sich ein weißer Unterdruck, da die CD von Grund auf silbern ist. Gerade beim Druck von Bildern ist dies sehr wichtig, da das Silber sonst durch das Druckbild durchscheint. Dieses Durchscheinen kann aber auch als Gestaltungselement genutzt werden. Ein Bild z.B. das sich aus den Farben Cyan, Magenta, Yellow und key (=schwarz) zusammensetzt die Farben also gemischt werden, wird im Offsetdruckverfahren gedruckt. Ein Schriftzug der aus 100% schwarz besteht wird dagegen im Siebdruck gedruckt. Im Siebdruck sind bis zu sechs Labelfarben möglich. Im Siebdruck werden vor allem Label gedruckt die sich aus einzelnen Farbflächen zusammensetzen die optimalerweise aus 100% Farbauftrag der jeweiligen Farbe bestehen. Alle Farben die hier unter 100% haben weisen durch das Druckverfahren bedingt Rasterpunkte auf und ergeben kein optimales Druckbild. Hier empfiehlt sich vor allem die Verwendung von Pantone oder HKS Tönen, so genannte Sonderfarben die sich nicht wie üblich aus CMYK (Cyan Magenta Yellow Karbon) zusammensetzen. Diese Farben werden flächig als Volltöne gedruckt, indem die gewünschte Sonderfarbe als eigenständige Druckfarbe verwendet wird. Am häufigsten werden 5-farbige Label gedruckt die sich wie folgt zusammensetzten: Die Mischung aus CMYK und ein weißer Untergrund. Eine sechste Farbe könnte ein Klarlack sein, der die CD noch brillianter wirken lässt. Hier noch einmal ein Paar Beispiele: 1-farbiger Labeldruck: - Ein einfacher Schriftzug auf die silberne CD der entweder aus 100% Cyan, 100% Magenta, 100% Yellow, 100% Schwarz, 100% eines Pantonetons oder 100% eines HKS Tons besteht. - Eine Vollfläche aus 100% Farbauftrag einer Farbe (cyan, magenta, yellow, schwarz, weiß, Pantone oder HKS) - Eine Vollfläche aus 100% Farbauftrag einer Farbe (cyan, magenta, yellow, schwarz, weiß, Pantone oder HKS) aus der ein Schriftzug, ein Muster oder eine Fläche ausgespart sein kann.
Derr 1-3 farbigen Labeldruck wird im Siebdruck gedruckt. Hier werden einzelne Farben kombiniert in der Regel aber nicht gemischt. 4-farbiger Labeldruck: - Ein Bild einer Landschaft, einer oder mehrerer Personen kann hier im Offsetdruckverfahren auf die silberne CD gedruckt werden. Das Silber scheint hier durch das Druckbild. - Eine Kombination aus 4 einzelnen Farben im Siebdruck. 5-farbiger Labeldruck: - Ein Bild einer Landschaft, einer oder mehrerer Personen kann hier im Offsetdruckverfahren auf die CD gedruckt werden + eine weiße Untergrundfläche. |

